Diese Ausstellung bringt Studierende und Lehrende der GIU Berlin und der GUC Kairo zusammen: zwei Einrichtungen, die durch eine gemeinsame akademische Tradition verbunden sind und durch zweitausend Kilometer Kultur, Klima und Kontext voneinander getrennt sind. Die präsentierten Arbeiten umfassen Produktdesign, Grafikdesign und Architektur: drei Disziplinen, zwei Städte, eine immer wiederkehrende Frage. Was bedeutet es, gut zu gestalten in einer Welt, in der es keine einheitliche Vorstellung von Schönheit, Nützlichkeit oder Raum gibt?
Design kann diesen Widerspruch nicht auflösen, sondern muss ihn bewohnen. Die Entwürfe sind Akte der Übersetzung – von Form über Kulturen hinweg, von Funktion über Klimazonen hinweg, von Bedeutung über Sprachen hinweg, die keine direkten Entsprechungen haben und dennoch miteinander im Dialog stehen. Manche Arbeiten erzählen von Hitze und Staub, andere von Beton und grauem Himmel. Viele erzählen von beidem zugleich.






